Befeuerungsart Erdwärme....wie geht das

TimF-88
das ist doch nicht arg viel, Kessel (Heizung), Leitungen, Wasserspeicher Pelletlagerplatz und die Solarzellen, fertig, einzige was vllt doof is is der lagerplatz für die pellets aber da gibts mitlerweile sehr viele varianten, sogar unterirdisch.
PatrickG-86
ja, das wird bei beiden Varianten ähnlich sein, bis auf den Lagerplatz.
ABER: Du brauchst noch Energie um Pellets herzustellen und das immer wieder. Diese Energie benötigt die WP nie. Einmal installiert brauchts nur bischen Strom, möglicherweise von Solarzellen wie du gesagt hast.
großes Grinsen

Im allgemeinen finde ich die WP sinnvoller als ne Pelletheizung. Was mich besonders stört ist die Feinstaubbelastung durch die Verbrennung der Pellets. Die Luftbelastung ist ja schon genug hoch, da brauchts nicht noch mehr durch Pelletsverbrennung.

Das bedenken viele nicht
JörgH-67
stimmt, und evtl kommen die Politiker noch auf den Trichter, diese Belastung gesondert zu besteuern. Ausserdem sind Pellets immer mit Kosten verbunden, Du mußt sie kaufen, und Angebot und Nachfrage regelt da den Preis.
PatrickG-86
genau, konnte man in der Vergangenheit schon gut beobachten. Öl- und Gaspreise steigen --> Pellets werden auch teurer. Steigt und sinkt immer proportional zueinander.

großes Grinsen kannst die Pellets ja selber schnitzen Augenzwinkern
JensS-81
Zitat:
Original von RaduS-61
Kann mir jemand erklären wie funktioniert das Prinzip??
Ich kann mir momentan nicht vorstellen……… prophezei



ist ähnlich wie ein Kühlschrank. nur das er die wärme der in der tiefe herrscht endzieht und dem haus zuführt, anstatt ein Ölkbrennkessel ist da der wärme tauscher drin. ist saubere und sehr billige sache.

Hatte mal in so einen neuen Haus gewohnt. war hammer billig.

Nur die lage war mit später zu blöd geworden. *fg*

Anschaffung teuer unterhalt billig

die zeit treibt den Anschaffungspreis schon noch runter.
WalterK-50
Zitat:
Original von RaduS-61
Kann mir jemand erklären wie funktioniert das Prinzip??
Ich kann mir momentan nicht vorstellen……… prophezei


Die zutreffende Erklärung findest Du HIER.

Wärmepumpen sind sehr wirtschaftlich, wenn sie in einer dafür geeigneten Heizanlage eingesetzt werden. Am besten ist eine Niedertemperatur-Bodenheizung.
Jetzt bei -10°C Aussentemperatur steht die Bodenheizung auf 26° und das ergibt eine Raumtemperatur von 21.5°C. Etwa 2/3 der Wärmeenergie kommt aus dem Boden, 1/3 aus dem Stromnetz (zum Betreiben des Schraubenkompressors der Wärmepumpe).

Ich habe so eine Wärmepumpe mit einer ca. 90m tiefen Erdsonde in meinem Haus installiert. Für die total 200 m2 beheizte Wohnfläche benötige ich ca. 80 kWh pro m2. Pro Jahr kostet mich heizen total ca. 620 €. Weiter habe ich keine Kosten für Öltank oder Pelletsanlieferung, Kaminfeger, Tankrevision usw. Im Keller nimmt kein Vorratsraum für Festbrennstoffe Platz weg.
RaduS-61
Danke Jens
Danke Walter
Danke an alle.......so kann man ein bissen schlau werden anbet anbet anbet anbet

Walter

Was von maximale Temperatur hast du in normal fall an deine Wasserhahn??
Werden deine Anlage funktionieren mit gepumpte Wasser bis in 90m tiefe und dann durch Erhitzung wieder nach oben in der ganze System beschleunigt, oder??
Deine Anlage kann auch in Sommer zum Beispiel kälte produzieren? Oder ein bissen abkühlen??
PatrickG-86
Wassertemperatur solltest du immer min. 60° haben im Wassererwärmer, wegen Legionellen.
Moderne Anlagen können im Sommer auch Kälte produzieren, Prinzip ist daselbe, einfach umgekehrt.
Es wird ein Kältemittel in die Erdsondenbohrungen gepumpt (je nach geografischer Region 80-150m tief). Das Kältemittel erwärmt sich um 5-10° und wird dann wieder nach oben geholt. Durch ein Verdichter wird die gewonnenen Wärme (5-10°) "verdichtet", dadurch steigt die Temperatur bis ca 50° ,je nach Anlagentyp. Mit dieser Temperatur kannst du problemlos eine Bodenheizung betreiben mit ca. 35° Vorlauftemperatur.
Über die Wärmepumpe kannst du auch den Wassererwärmer betreiben. hier empfielt es sich die Temperatur des Wassers auf min. 60° zu erwärmen, wegen Bakterien (Legionellen)

im Sommer funktioniert es einfach ungekehrt. Die Wärme im Boden des Hauses wird an das Kältemittel abgegeben, in die Erdsonden gepumpt, dort an die erde abgegeben, und das kältere Kältemittel wieder nach oben geholt.

Erdsonden Prinzip

LG
TimF-88
Pelletherstellung ist nich sehr aufwändig und abhängig vom derzeit verfügbarem Holz

"Für die Produktion von Holzpellets werden beim Einsatz von trockenem Restholz etwa 2,7% des Energiegehaltes aufgewendet. Findet allerdings für die Pelletsproduktion feuchtes Waldrestholz oder Industrierestholz Verwendung, dann variiert der Energiebedarf zwischen 3% und 17%. Zum Vergleich bei der Heizölbereitstellung entsteht ein Energiebedarf von etwa 12%."

Quelle: http://www.holzpellets.net/front_content.php?path=Herstellung-der-Holzpelle
ts


Der Preis für die Tonne Pellets war bisher immer konstant außer in einem jahr da hat die tonne 263€ gekostet (was immernoch sehr günstig ist),

In meinem Elternhaus befindet sich eine moderne Pelletheizanlage mit 7 Tonnen lagerplatz und 16m² Solarfläche zur wärme unterstützung.

Der einkauf der Pellets war bisher immer etwas unter der Hälfte vom vorherigen Ölverbrauch, sprich wir zahlen etwas weniger als die hälfte für 7 tonnen pellets wie für 3 tonnen heizöl. Duch den großen Warmwasserspeicher (der sinnvoll ist bei einer pelletanlage) könnten wir zu 3. 45min. duschen ohne das das wasser kalt wird.

Die Solaranlage macht sogar jetzt im Winter bei - 10C° und Schneefall ca. 62C°, also sehr effektiv.
WalterK-50
Zitat:
Original von RaduS-61
Walter

Was von maximale Temperatur hast du in normal fall an deine Wasserhahn??
Werden deine Anlage funktionieren mit gepumpte Wasser bis in 90m tiefe und dann durch Erhitzung wieder nach oben in der ganze System beschleunigt, oder??
Deine Anlage kann auch in Sommer zum Beispiel kälte produzieren? Oder ein bissen abkühlen??


Du verwechselst 2 Sachen: Wärmepumpe ist nicht das gleiche wie Erdwärme.

Erdwärme muss man viel tiefer holen, mehrere Kilometer tief. Dort ist das Wasser extrem heiss, meist über 100°, wenn es unter Druck steht. Das ist nichts für private Einfamilienhäuser, da zu teuer. So was muss eine grosse Firma oder der Staat machen.

Wärmepumpen funktionieren so. Vereinfacht gesagt, komprimiert der Verdichter das Medium (Flüssigkeit oder Gas). Dadurch wird es wärmer. Diese Wärme wird über einen Wärmetauscher an die Hausheizung abgegeben. Das jetzt kalte Medium fliesst zurück in die Erde um sich wieder etwas aufzuwärmen und erneut wieder durch den Verdichter zu laufen.
Man nutzt also die Temperaturdifferenz zwischen der 100m tiefen Erde (z.B. 10° im Sommer, 5° im Winter) und dem Heizkreislauf mit ca. 20-30°.

Damit ist auch klar: ich produziere mein Warmwasser für Küche und Bad nicht mit der Wärmepumpe, da dies nicht ökonomisch ist. Ich heize da mit einem elektrischen Boiler. Besser wäre allerdings ein Sonnenkollektor für das Heisswasser.

Meine Wärmepumpe kann keine Kälte produzieren. So einfach umkehren kann man den Prozess nur in der Theorie. In der Praxis kann man die Kühlung im Sommer nicht über die Bodenheizungsrohre zuführen. Das wäre höchst unangenehm. Dafür extra Wärmefalldecken zu montieren ist zu teuer. Somit müsste man auf reine Luftheizung wechseln oder zwei Systeme benutzen. Reine Luftheizung benötigt wieder Befeuchter, sonst bist Du im Winter dauernd krank Augenzwinkern
PatrickG-86
Moderne Wärmepumpen können sehr wohl den ungekehrten Effekt "erzeugen". Da wird die Pumpe einfach für beide bedürfnisse ausgelegt, sprich heizen und kühlen. Natürlich darf dann kein 10° kaltes Wasser durchs Haus laufen, das wäre unangenehm.

@ Walter: Warum soll Warmwasser produzieren mit der WP nicht ökonomisch sein? Spricht rein gar nichts dagegen. Ich habe das Zuhause so. Bodenheizung und Warmwasser läuft beides über die WP.
Ist ja sinnlos eine WP zu bauen und dann den ganzen Sommer mit Elektroeinsatz Warmwasser zu machen. Das erhöt den Energiebedarf (Strom) ja imens.
RobinV-89
Zitat:
Original von PatrickG-86

Im allgemeinen finde ich die WP sinnvoller als ne Pelletheizung. Was mich besonders stört ist die Feinstaubbelastung durch die Verbrennung der Pellets. Die Luftbelastung ist ja schon genug hoch, da brauchts nicht noch mehr durch Pelletsverbrennung.

Das bedenken viele nicht


Ich bin kein Freund von Pellets mit wird dafür zu viel Energie in die Pellets gesteckt.
aber Verbrennen tun sie mit am stand am Staub und Emmision freisten, da kommt sonst maximal noch ein guteingestellter Stückholzvergaser kessel mit.

Da würde ich mir weniger sorgen drum machen.

mehr sorgen machen mir die Pellets die oft aus Hackschnitzel produziert werden und diese werden vorher erst mit rießigen Mengen energie getrocknet dann gemahlen dann gepresst dann müssen sie wieder gekühlt werden bis sie endlich in einen Sack oder Tanklaster gefüllt werden.

Aber leider gibts Holztechnisch kaum eine Automatische Alternative mit anäherndem Komfort zu Öl. wir haben einen Stückholzvergaser Kessel von Hoval Agrolyt der will aber auch jeden Tag besonders an solchen Tagen brennen wenn uns nicht unsere Pufferspeicher auf 40 Grad absinken sollen.

Bei den Winden die wir gerade haben und Temperaturen um -6 - 14 nachts brauchen wir einen Schubkarren Holz am Tag. Hand beschickt.

sonst haben wir noch einen Thermische Solaranlage mit 9m² und eine Photovoltaikanlage mit 30kW auf den Dächern smile

MFG Robin

Außerdem bau ich gerade einen Holzvergaser, in meinen Augen mit ein Weg für den Sinnvollen einsatz von Hackschnitzeln statt Pellets.

Die einen bauen "Rennwagen" die anderen Holzvergaser smile
WalterK-50
Zitat:
Original von PatrickG-86
Moderne Wärmepumpen können sehr wohl den ungekehrten Effekt "erzeugen". Da wird die Pumpe einfach für beide bedürfnisse ausgelegt, sprich heizen und kühlen. Natürlich darf dann kein 10° kaltes Wasser durchs Haus laufen, das wäre unangenehm.

@ Walter: Warum soll Warmwasser produzieren mit der WP nicht ökonomisch sein? Spricht rein gar nichts dagegen. Ich habe das Zuhause so. Bodenheizung und Warmwasser läuft beides über die WP.
Ist ja sinnlos eine WP zu bauen und dann den ganzen Sommer mit Elektroeinsatz Warmwasser zu machen. Das erhöt den Energiebedarf (Strom) ja imens.


Wenn die Wärmepumpe die Heizwärme als Bodenheizung abgibt, dann ist das umgekehrt zur Kühlung wenig tauglich. Das gibt nur einen kalten Boden. Die kalte Luft steigt nicht, bleibt liegen und führt zu einem denkbar unangenehmen Raumklima, vorallem für notorische Barfussläufer Augenzwinkern Raumkühlung wird deshalb meist über Luftzirkulationssysteme realisiert, die sich im Winter auch als Heizung eignen. Dahinter kann natürlich auch eine Wärmepumpe arbeiten.

Warmwasser von 60°-80° mit einer Wärmepumpe zu produzieren ist unwirtschaftlich, weil die Temperaturdifferenz zu gross ist. Je kleiner die Temp-Differenz, die die Wärmepumpe zu überwinden hat, desto ökonomischer arbeitet sie. Für das Warmwasser sollte man darum unbedingt Sonnenkollektoren einsetzen, weil die problemlos mehr als 60°C bereitstellen - ohne laufende Energiekosten smile
PatrickG-86
gut das mit der kühlung kann ich unterstüzen. obwohl das bei uns glaub nie gross aufkommen wird.

Das mit der Warmwasserbereitstellung kannst aber nicht immer über Sonnenkolektoren sicherstellen. Da muss immer noch ein zweiter energielieferan bereitgestellt werden. Und über die WP bekommst gut Warmwasser hin.
Solaranlagen sind halt auch verdammt teuer, und Platz brauchst auch auf dem Dach. Aber möglichkeiten gibts ja reichlich.
Finde einfach mit reinen Elektroeinsätzen ist man auch nicht mehr auf dem heutigen technischen Niveau. Ausserdem sind reine Elektrboiler in der Schweiz seit letztem Jahr (glaub ich) sowieso verboten, beim Neubau

Ansonsten gebe ich dir recht. Wos möglich ist sollten schon möglichst ökonomische Systeme gewählt werden, sprich Solar, WP ....

Gruss
TimF-88
Vergleich mal die Pelletherstellung mit dem bohren von meter tiefen löchern in die erde um an die erdwärme zu gelangen. Wo wird wohl mehr energieaufgewandt? ^^
PatrickG-86
die Bohrungen sind aber eine einmalige Sache. Pellets müssen gepresst, getrocknet und transportiert werden, und das immer wieder.
TimF-88
aber in extrem großen mengen Augenzwinkern das macht die herstellung wieder günstig, einfach und energiesparend.
PatrickG-86
Man könnte das jetzt mit allen energieverbrauchenden Faktoren ausrechnen, dann würde man sehe was schlussendlich günstiger ist.

Aber ich würde behaupten, dass mit Wärmepumpe einfach billiger und ökonomischer fahren wirst, trotz des höheren Anschaffungspreises.
smile
Schlussendlich ist ja beides 1000 mal besser als Öl oder Gas, und ich meine, das ist schonmal die richtige Richtung.

hallo
RaduS-61
Was mich persönlich interessiert ist das ich nicht mehr abhängig bin von irgend welche Lieferanten oder Gas/Öl/etc. quelle. Das interessiert mich. Und diese WP bzw. EW sind für mich sehr günstig, trotz teure anschaffung unglücklich
TimF-88
Du wirst immer irgendwo abhängig von irgendwem oder irgendwas sein smile das ist auch gut so, denn wenn alle unabhängig werden wollen und wären würde die komplette wirtschaft zusammen brechen und wir wären im bürgerkrieg.