Wiederendeckt! Die Keilbremse! Bremsflüssigkeit adieu?

RenéS-85
ChristophL-86
Eine Bremse, bei der keine mechanische Verbindung von Pedal und Bremssattel besteht, wäre mir zu unsicher. Die einzigen ernsthaften Probleme, die bei einer herkömmlichen Bremse auftreten können, sind Dampfblasenbildung durch Überhitzung oder Flüssigkeitsverlust durch eine Undichtigkeit. Bei der gezeigten Entwicklung ist die Verbindung zwischen Fahrer und Bremse jedoch a) rein elektrisch und b) gibt es wesentlich mehr bewegte Teile innerhalb des Bremssattels, somit eine Mehrzahl an potenziellen Fehlerquellen.
GerdB-70
mmmhhh,
ich weiß jetzt nicht was dann auf längere Sicht besser ist,festgegammelte Bremskolben oder defekte Elektromotoren crazy
HorstS-62
Das Prinzip ist ja schon uralt aber wenn man es elektronisch unterstüzt scheint es gut zu funktionieren.

Was mich an der Sache abschrecken würde ist das man auf die Elektronic angewiesen ist.

Ich denke da gerade an das elektronische Gaspedal bei Toyota.

Es geht ja wie ein Wirbelwind durch die Presse und die Gerichte was da mit einer elektronischen Steuerung so alles passieren kann.

An die Drosselkappe gehört ein Zug oder Gestänge und dan die Bremse eine Hydraulik.

Weiterhin denke ich auch das dieses "System" früher oder spater in PKW`s kommen wird.

Gruß

Horst
CarstenB-81
Die Programmieren das mit Pascal... wie geil Zunge raus
FrankA-74
Das fly (steer/brake) by wire gibts im Flugzeugbau schon seit Jahren. Ich denke die Kunst das in den Automobilbau zu übertragen ist es preisgünstig zu machen. Sicherheitsbedenken hätte ich nicht, das wird schon gut abgesichert. Fürs Pedalgefühl gibts dann einen "Pedalkraftsimulator". Der einzige Grund das das noch nicht in den Autos verbaut wird ist der Preis.
FrankA-74
Zitat:
Original von HorstS-62

Ich denke da gerade an das elektronische Gaspedal bei Toyota.



Das war aber ein mechanisches Problem.....

P.S.: Wahrscheinlich sind 80% der Fälle nur auf den Klagewahn der US-Bürger zurückzuführen nixwieweg .
AlexanderB-84
ich würde es auch ohne bedenken einbauen, denn sogut wie alles ist heutzutage am modernen auto ohnehin in irgendeinerform an elektronik gekoppelt.
von mir aus her damit Zunge raus
StephanF-79
Also Elektronik an der Bremse wäre mir auch nichts,wobei ich diese Idee der Keilbremse sehr Interessant finde.
Klar gibt es die Fly by Wire Technik in Flugzeugen,aber die haben auch ganz andere Wartungsintervalle,wo evtl. Fehler schon früh erkannt werden oder gar nicht erst entstehen,weil bestimmte Teile sicherlich nach einer gewissen Betriebsstundenzeit getauscht werden.
Das nächste Problem ist der massive Konkurenzdruck unter den Herstellern,wo geade elektronische Sachen auf dauer gesehen,meiner Meinung nach nicht richtig ausgereift sind,weil ständig neue Sachen entwickelt werden müssen mit im Markt bestehen zu können.Wenn man bedenkt schnell heutzutage die Modelle bei den einzelnen Herstellern wechseln. crazy
Und bei Sicherheitsrelevanten Teilen möchte ich mich nicht auf einen billigen Chip aus China verlassen müßen.
WalterK-50
ich schüttle nur den Kopf, was da alles geschrieben wird crazy

Bleiben wir mal bei den Fakten:

- jeder, der ein Flugzeug benutzt, begibt sich heute in die Abhängigkeit von immer mehr elektrischen statt mechanischen oder hydraulischen Systemen. Fliegt ihr jetzt nicht mehr?

- die Keilbremse an sich ist eine bereits ältere geniale (mechanische) Erfindung, weil sie sich die Bremskraft selber verstärken kann. Die Elektronik wird die Keilbremse revolutionieren. Die kommt auch beim Auto so sicher wie das Amen in der Kirche prophezei

- mit Elektrik (Magente, E-Motoren) lässt sich immer billiger und exakter steuern als mit Mechanik oder Hydraulik. Auch der Unterhalt (Funktionskontrolle, Dauerhaltbarkeit) ist einfacher, billiger.

- viele fahren Autos mit elektrischer Servolenkung, vielleicht ohne dass sie es wissen.

- der Kühlerventilator ist seit Jahren nicht mehr per Keilriemen angetrieben, sondern elektrisch.

- die Bremsen der heutigen Autos haben klare Schwächen:
- die Hydraulikflüssigkeit kann zu heiss werden -> Dampfblasen
- die Bremse braucht einen Bremskraftverstärker. Das ist meist Unterdruck. Dieser steht nicht mehr zur Verfügung, wenn das Gaspedal mechanisch hängen bleibt auf Vollgasstellung (Beispiele: Renault, Toyota usw.)

Somit läuft die Forschung heute klar Richtung Elektrik und Elektronik. Neben den Bremsen werden auch Wasserpumpe, Ölpumpe usw. zukünftig elektrisch betrieben, weil sie sich damit auf die jeweiligen Betriebsbedingungen regulieren lassen. Bei reinen Elektrofahrzeugen ist sowieso jede Hydraulik ein Fremdkörper, der schnellsten ersetzt werden wird.

Die Hydraulik hat nur dort eine Zukunft, wo tonnen grosse Kräfte über lange Wege wirken müssen (wie bei Baumaschinen), die nicht mit Elektromotoren machbar sind.

Noch ein Wort zur Sicherheit: Alte Flugzeuge hatten mechanische Seilzugsysteme in einfacher Ausführung. Beim Wechsel auf Hydraulik oder Elektrik bekamen sie Systeme in doppelter oder dreifacher Bauweise. Genau so wird es auch beim Auto passieren.
DanielB-80
Zitat:
Original von StephanF-79
Klar gibt es die Fly by Wire Technik in Flugzeugen,aber die haben auch ganz andere Wartungsintervalle,wo evtl. Fehler schon früh erkannt werden oder gar nicht erst entstehen,weil bestimmte Teile sicherlich nach einer gewissen Betriebsstundenzeit getauscht werden.


Bei dem Airbus ist es so, dass keine Teile getauscht werden, bis sie defekt sind! Das einzige was da einem Ablauflimit unterliegt sind die Bremsen!

Kurze Erklärung zum Bremssystem bei Airbus: Wenn der Capitain/Co bremst, gibt er am Pedal ein Input ein, was auf einen Computer übertragen wird. Dieser errechnet die Stellung eines Plattenventils und somit den Druck auf die Bremse durch den Input und dem Signal, ob das Rad langsamer oder schneller dreht (ABS). Dieser Druck wird auf die Bremse übertragen und es wird gebremst!
ChrisF-68
Das Problem ist IMHO nie die Elektronik an sich, sondern die Qualität der Produktion... und der zweite , meiner Meinung nach viel wichtigere Punkt bei Elektronik ist die digitale Steuerung derselben: solche System funktionieren entweder oder eben dann nicht, und zwar überhaupt nicht! Fällt dir die digitale Komponente aus, geht halt gar nichts mehr...
Bei mechanischen oder analogen Funktionen können Beeinträchtigungen eben zu minder gutem Funktionieren führen, man merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist und hat in der Regel möglichkeiten, das Problem bei nächster Gelegneheit zu beheben.
Bei digitalen Systemen braucht es ein zweites Sicherheitssystem...
Grüße
Chris
JensS-81
Ist es wirklich der richtige Weg, alles elektronisch am Auto zu machen??

Mein Kumpel seine Karre ist letztens ein kleine Sicherung druchgebrannt und nix ging mehr auser die scheibenwischer.

Mein letztes Auto (96´ jahrgang) ist immer gelaufen. War fast keine Elek. sachen drin.
Ich Denke da wir uns der Technik zu sehr unterwerfen wirds mal ein riesen Problem geben.
Wie hoft lesen oder hören wir das ein grosses Flugzeug über die Landebahn hinausrollt....
Bei digitalen Systemen braucht es ein zweites Sicherheitssystem... oder ein Drittes ........oder ein viertes.......

Ich liebe die alte technik als den Neuen Schrott was die so rausbringen.
ChrisF-68
Zitat:
Original von ChrisF-68
Das Problem ist IMHO nie die Elektronik an sich, sondern die Qualität der Produktion... und der zweite , meiner Meinung nach viel wichtigere Punkt bei Elektronik ist die digitale Steuerung derselben: solche System funktionieren entweder oder eben dann nicht, und zwar überhaupt nicht! Fällt dir die digitale Komponente aus, geht halt gar nichts mehr...
Bei mechanischen oder analogen Funktionen können Beeinträchtigungen eben zu minder gutem Funktionieren führen, man merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist und hat in der Regel möglichkeiten, das Problem bei nächster Gelegneheit zu beheben.
Bei digitalen Systemen braucht es ein zweites Sicherheitssystem...
Grüße
Chris

... und genau das zweite Sicherheitssystem werden sich die hersteller in zeiten von Wirtschaftskrisen und Inflation sparen beim PKW-Bau. Und genau da liegt dann das Problem: hätte Toyota bei einem vergleichbaren analogen Gaspedal denselben mechanischen Fehler gehabt, wäre wohl kaum etwas ähnliches passiert bzw. die Auswirkungen wären wesentlich geringer gewesen, vermute ich mal. Es gab auch schon vorher hängen geblieben Gaspedale (die Opel-Fahrer wissen das sicher noch), aber das konnte man eben einfach selbst sofort beheben und bei gelegenheit die Mechanik wieder gängig machen (lassen). Beim digitalen Pedal hat der Fahrer keine Möglichkeit, das Problem bzw. die Ursache überhaupt zu erkennen, geschweige denn irgendetwas daran zu ändern... Ich bin der Meinung, das wenn schon digitale Systteme verbaut werden, sie eben auch eine Sicherheitssystem verbauen müssen wie in Flugzeugen, schließlich gefährdet Autofahren auch Leben...
Grüße
Chris